Zuerst will vorne weg erwähnt sein, dass ich hier nicht nur einen Arbeitstag an sich beschreiben werde
Nein - das wäre doch die falsche Art eines in Buenos Aires lebenden Schwaben einen neuen Eintrag zu gestalten!
Wo wollen wir hier ansetzten ? Natürlich mit dem Beginn jeden Tages: Dem Früchstück (Desayuno)
Nachdem nun Nahuel - der zweite Mitfreiwillige des FJA-Programms - hier letzten Sonntag auch angekommen ist und nun endlich ein toller Wecker im Hause ist, komme ich schließlich etwas besser als zuvor aus dem Bett; eigentlich nicht wirklich - típico de mi nueva vida!
7:30-8:15: Aufstehen und Frühstücken + "akzeptabler" Arbeitsbeginn
Die Aufstehzeit schwankt sehr stark. Faktoren wie: Vogellärm & Autolärm während der Nacht führen oft zu unruhigem Schlaf & nehmen erst zu Beginn des Sonnenlichts etwas ab. Hat man sich nun aus dem Bett gequält, wird erst einmal ein Mate-Tee gemacht, der dann gemütlich getrunken wird. Wenn alles funktionierte mit dem gestrigen Einkauf, habe ich einen Apfel mit etwas Müsli und Milch noch vor mir; eventuell auch noch ein Stück Brot mit Dulce de Leche (Art Nutella in Argentinien). Hat hier Juan Manuel (mein Ansprechspartner in Sachen Beschäftigung) noch nicht an die Haustür geklopft, bleibt noch Zeit den Mate zu leeren - ansonsten müssen eben gleich die Zähne ran.
8:15-10:30: Zum Meeting Point laufen und die Arbeit für den kommenden Tag "besprechen"
Es geht über den Schulhof, der teils von Roberto schon fleißig gefegt wird, hin zur Container-Werkstatt; auch taller genannt. Hier ein nettes Bild davon (eigentlich schon lange fällig):
Hier die Werkstatt mit allem Nötigen, was man so für die Arbeit
( manteminiento = Instandhaltung) in einer Schule so brauchen kann.
Und was fehlt wird eben bei "Pipo" einer sogenannten ferretería schnell mal eingekauft. Ist noch ein gemütlicher Laden, in dem alles vorhanden ist, was für Werkeln aller Art benötigt wird. Hier hlaten sich solche Läden noch !
Und natürlich auch der Blick von außen. Ist eine ganz tolle Konstruktion - gestern hatten wir durchgehend nur Regen und Gewitter bei der Arbeit. Durch das Vordach lässt es sich auch gut bei solchen Wetterbedingungen arbeiten.
So wo sinn mer denn stehen geblieben ???
Achja bei der Arbeitsteilung. Oft wird erst im Laufe des Tages bekannt, was es zu arbeiten gibt. Oder - wie es letzte Woche der Fall war - ein Materialregal zusammenbricht.
Hinter diesem roten Container hier gibt es eine Art Lager, in dem alle Arten von Rundstählen etc. gelagert werden. Dort stand ein wackeliges, schwarzes - ja ich würde es jetzt nicht mehr Regal nennen - Ding, das Vorfreiwillige "verdammt verdammt schlecht" zusammengeschweißt haben.
Ich laufe also gegen 10:30 an diesem vorbei und es fällt plötzlich zusammen. Ein Glück das ich zum Arbeiten Stahlkappenschuhe trage. Wäre dem nicht so, hätte ich zerquetschte Zehen haben können. Ein Glück, dass ich noch rechtzeitig zur Seite gesprungen bin und nur einige blaue Flecken am Oberschenkel als Erinnerung an diesen Tag davon getragen habe.
Was denken sich Leute, wenn sie so ein Gestell hochziehen ??
Also von deutscher Handwerkskunst weit, sehr weit entfernt. Schließlich war es nun unsere Aufgabe diese zum Teil auch schrottreifen Teile zu sortieren und eine Ordnung herzustellen, die es erstmals erlaubt sich sicher hinter unserer Werkstatt aufhalten zu können. Nun die Mate Pause hatte ich auch verschoben, um später mit Nahuel "Panchos" (Hotdogs) essen gehen zu können.
10:30-12:30: Lager ausräumen und sortieren
Achja bei der Arbeitsteilung. Oft wird erst im Laufe des Tages bekannt, was es zu arbeiten gibt. Oder - wie es letzte Woche der Fall war - ein Materialregal zusammenbricht.
Hinter diesem roten Container hier gibt es eine Art Lager, in dem alle Arten von Rundstählen etc. gelagert werden. Dort stand ein wackeliges, schwarzes - ja ich würde es jetzt nicht mehr Regal nennen - Ding, das Vorfreiwillige "verdammt verdammt schlecht" zusammengeschweißt haben.
Ich laufe also gegen 10:30 an diesem vorbei und es fällt plötzlich zusammen. Ein Glück das ich zum Arbeiten Stahlkappenschuhe trage. Wäre dem nicht so, hätte ich zerquetschte Zehen haben können. Ein Glück, dass ich noch rechtzeitig zur Seite gesprungen bin und nur einige blaue Flecken am Oberschenkel als Erinnerung an diesen Tag davon getragen habe.
Was denken sich Leute, wenn sie so ein Gestell hochziehen ??
Also von deutscher Handwerkskunst weit, sehr weit entfernt. Schließlich war es nun unsere Aufgabe diese zum Teil auch schrottreifen Teile zu sortieren und eine Ordnung herzustellen, die es erstmals erlaubt sich sicher hinter unserer Werkstatt aufhalten zu können. Nun die Mate Pause hatte ich auch verschoben, um später mit Nahuel "Panchos" (Hotdogs) essen gehen zu können.
10:30-12:30: Lager ausräumen und sortieren
Glaube das spricht für sich - endlich mal Ordnung und Stabilität in ein Lager zu bringen hat schon etwas Spaß gemacht, vor allem dient dieser Bereich auch als "Parkplatz" für mein kürzlich angeschafftes "motorisiertes" Fahrrad. Nahuel hat sich vorn hinweg schon in den Kopf gesetzt, dass er sich einen fahrbaren Untersatz anschaffen möchte - nun das ist das Resultat:
Zwei deutsche Freiwillige an einer Waldorfschule mit tollen Bicimotors... es ging also Richtung Mittagspause, die wir ausgewogen anfangs mit Nichtstun (ausruhen) begonnen haben.
12:30 - 14:30: Pausa !!
So es kann losgehen. Die Räder werden zum Starten klargemacht. Es geht in Richtung "Munro". Ein barrio , das eigentlich direkt um die Ecke ist. Dort haben wir "Panchos" zu Mittag gegessen und ein kühles "Quilmes" zu uns genommen. Ein Blick auf die Uhr: 14:15.
Es wird Zeit über die Hauptstraße den Heimweg anzuteten. Es geht also mit guten 55 km/h zurück zur Schule.
Wie kann man sich so eine Fahrt in einer Mega-City vorstellen ??
Also - Verkehrsregeln adios ! Ich hatte damit keine Probleme endlich mal einfach drauf los fahren zu können; ohne Angst haben zu müssen, dass dich die Polizei im nächsten Moment wegen eines Verstoßes anhalten wird. Jeder ist für sich verantwortlich - da es kein rechts vor links gibt passieren eben auch - man glaubt es kaum - weniger Unfälle. Meist trifft folgendes zu:
Der, der das größere und schnellere Fahrzeug hat, hat eingebaute Vorfahrt. Nachts sind das oft die Pizzalieferanten auf ihren Motorrädern, die auch ohne Licht mal schnell über die Kreuzung schießen.
Hier noch eine kleine Karte von unserem Ausflug während der tollen, zweistündigen Pause:
14:30-17:00 Uhr: Juan "auf den Boden holen" und den Hinterhofboden präparieren:
Wir kommen also mit einer Stunde Verspätung mit unseren Fahrrädern vor der Werkstatt an und empfangen gleich Juan, der natürlich fragt, wo wir uns so lange rumgetrieben haben. Nachdem ich ihm erklärte, dass wir keine "richtige" Mate-Pause hatten lacht er mich an und fährt schnell mal zu dem nahegelegenen Kindergarten...ich machte mich dann an das zusammenschaufeln von kleinen Steinen, die dem aufgeweichten Boden hinter der Werkstatt einen neuen Halt geben sollten.
Nun nachdem die Arbeit beendet war, bin ich mit dem neuen Materiallager sehr zufrieden. Alles hat seine Ordnung gefunden. Wir haben mehr Platz geschaffen und den Faktor Sicherheit in den Vordergrund gestellt.
Gegen Ende des "Arbeitstages" drückte mir Juan gleich Arbeit für den kommenden Tag auf:
Befestige mal schnell ein Regal in der Schulküche Nummer 2 - kein Problem. Am Samstag Mittag war diesea dann nach einem frühen Einkauf bei "Pipo" (dem kleinen "Hornbach") endlich fest an der Wand angebracht:
Hier die Kopfzeile der ausgestellten Rechnung, die immer an Claudia geht. Sie ist sozusagen die Buchhalterin der San Miguel Arcangel.
Und rechts von diesem Text hier der Laden "Pipo". Eine sehr angenehme Strecke, da er in der Jose Maria Moreno liegt ;).
Das heißt, er ist nur gut ein Kilometer die Straße hoch entfernt !
Wo waren wir denn jetzt bei meinem so "ordentlichen" Tagesablauf stehen geblieben ???
12:30 - 14:30: Pausa !!
So es kann losgehen. Die Räder werden zum Starten klargemacht. Es geht in Richtung "Munro". Ein barrio , das eigentlich direkt um die Ecke ist. Dort haben wir "Panchos" zu Mittag gegessen und ein kühles "Quilmes" zu uns genommen. Ein Blick auf die Uhr: 14:15.
Es wird Zeit über die Hauptstraße den Heimweg anzuteten. Es geht also mit guten 55 km/h zurück zur Schule.
Wie kann man sich so eine Fahrt in einer Mega-City vorstellen ??
Also - Verkehrsregeln adios ! Ich hatte damit keine Probleme endlich mal einfach drauf los fahren zu können; ohne Angst haben zu müssen, dass dich die Polizei im nächsten Moment wegen eines Verstoßes anhalten wird. Jeder ist für sich verantwortlich - da es kein rechts vor links gibt passieren eben auch - man glaubt es kaum - weniger Unfälle. Meist trifft folgendes zu:
Der, der das größere und schnellere Fahrzeug hat, hat eingebaute Vorfahrt. Nachts sind das oft die Pizzalieferanten auf ihren Motorrädern, die auch ohne Licht mal schnell über die Kreuzung schießen.
Hier noch eine kleine Karte von unserem Ausflug während der tollen, zweistündigen Pause:
14:30-17:00 Uhr: Juan "auf den Boden holen" und den Hinterhofboden präparieren:
Wir kommen also mit einer Stunde Verspätung mit unseren Fahrrädern vor der Werkstatt an und empfangen gleich Juan, der natürlich fragt, wo wir uns so lange rumgetrieben haben. Nachdem ich ihm erklärte, dass wir keine "richtige" Mate-Pause hatten lacht er mich an und fährt schnell mal zu dem nahegelegenen Kindergarten...ich machte mich dann an das zusammenschaufeln von kleinen Steinen, die dem aufgeweichten Boden hinter der Werkstatt einen neuen Halt geben sollten.
Nun nachdem die Arbeit beendet war, bin ich mit dem neuen Materiallager sehr zufrieden. Alles hat seine Ordnung gefunden. Wir haben mehr Platz geschaffen und den Faktor Sicherheit in den Vordergrund gestellt.
Gegen Ende des "Arbeitstages" drückte mir Juan gleich Arbeit für den kommenden Tag auf:
Befestige mal schnell ein Regal in der Schulküche Nummer 2 - kein Problem. Am Samstag Mittag war diesea dann nach einem frühen Einkauf bei "Pipo" (dem kleinen "Hornbach") endlich fest an der Wand angebracht:
Hier die Kopfzeile der ausgestellten Rechnung, die immer an Claudia geht. Sie ist sozusagen die Buchhalterin der San Miguel Arcangel.
Und rechts von diesem Text hier der Laden "Pipo". Eine sehr angenehme Strecke, da er in der Jose Maria Moreno liegt ;).
Das heißt, er ist nur gut ein Kilometer die Straße hoch entfernt !
Wo waren wir denn jetzt bei meinem so "ordentlichen" Tagesablauf stehen geblieben ???
17:00-01:00 Uhr: Etwas für ein warmes Abendessen einkaufen; kochen und den Tag gemütlich mit einem Briechen + Film ausklingen lassen !
Wenn die Kraft noch vorhanden ist sich was gutes zu kochen dann kommt was gutes auf den Tisch:
Hier zum Beispiel eine Gemüsepfanne mit gebratenen Papas(Kartoffeln).
Und nach dem Film werden noch Vokabeln gelernt bzw. alte wiederholt.
Ich möcht ja auch mal ein längeres Gespräch auf Spanisch führen können.
Und mit folgendem Bild möchte ich diesen Eintrag abschließen:
Liebe leser aus Stuttgart und Umgebung, eben aus ganz Deutschland und der Welt:
Ja ich schaff hier was - bleibt gesund ich möcht euch nach diesem Jahr fit wiedersehen !
Saludos cordiales desde Buenos Aires Capital, San Isidro, Villa Adelina
Samuel
Ps. feue mich immer von euch zu hören - danke für eure bisherigen Mails !
Ps(2). stimmt ich renn jetzt mit etwas weniger Haaren auf dem Kopf durch die Gegend
