So ich hab es nach gut zwei Wochen Buenos Aires wieder einmal geschafft den Laptop hochzufahren und etwas „Aktualität“ ins Netz zu schieben.
Wir schreiben den 18. September 2011 und ab Montag werde ich 10 Tage die Hütte hier für mich haben, da David seinen letzten Urlaub nehmen wird.
Also wer schnell mal vorbeikommen möchte; hab vier freie, toll eingelegene Matratzen ;)
Was hat sich hier in den letzten Tagen denn TOLLES getan?
So langsam trudeln die letzten Freiwilligen in Buenos Aires-Villa Adelina ein. So kam Johanna – die im Kindergaten nebenan ihren weltwärts-Deinst leisten wird – Mitte der Woche hier an.
Die zweite Arbeitswoche war relativ entspannt; unser Vorarbeiter Juan war in dieser – wegen Knieproblemen – krankgeschrieben worden. So hatten wir recht wenig Druck beim „organisierten“ Arbeiten; die Mathe-Tee Pausen vielen somit auch länger als sonst aus.
(lässt sich mit einer Frühstückspause bei uns gut vergleichen)
Meine Aufgaben bestanden aus: Schüler, die sehr verhaltensauffällig den Unterricht negativ mitgestalteten, mit sinnlosem Anstreichen von Holzpflöcken zu beschäftigen, um ihnen klarzumachen, dass der Physik- und Mathelehrer sich nicht gern auf der Nase herumtanzen lässt; ach und dann war ich ja noch mit der Demontage der Parkverbotsschilder beschäftigt, denen am kommenden Montag der zweite Anstrich droht. Der erste Anstich hatte die zweite Hälfte der Woche in Anspruch genommen – natürlich wurde nebenher noch zahlreichem Kleinkram auf die Beine geholfen; so hatte gestern „Roberto dos“ (der Portier) bei seinem morgendlichen Kehren seinen Besenstiehl in zwei Hälfen gebrochen, die kurzer Hand von mir mit Draht (alambre) wieder zusammengefügt wurden.
Was hat es jetzt mit „Roberto uno/dos“ auf sich?
Ein älterer Herr, der nebenan wohnt, kommt oft in der Mate-Pause ans Schultor, um mit uns zu quatschen. Sein Name: Me llamo Roberto uno. Also um sich von dem Portier – der den gleichen Namen trägt – unterscheiden zu können. Ein netter Kerl, der einem normalen Arbeitstag das gewisse Etwas verpasst hat.
Außerdem musste David am vergangenen Donnerstag den Torwächter ersetzen, was ungefähr sieben bis acht Stunden Rumsitzen bedeutete und den Leuten erklären, dass Roberto heute leider nicht da ist (Post entgegen nehmen etc. gehörte auch zu seinen Aufgaben – eben auch ein Mann für alles). Ich gesellte mich die letzten Stunden zu ihm, da ich meine monotone Malerei für diesen Tag satt hatte (nein Farbe muss ja auch trocknen;).
Während wir dann so am Eingang hangen und die letzten Schüler auf ihre Eltern warteten, waren wir plötzlich drei weitere Leute, die perfekt deutsch sprechen können. Der Chorleiter unserer Schule hat am „Goethe Institut“ in Buenos Aires sein Abi (bachillerato)gemacht. Zwei Schüler verstehen hier sehr gut deutsch – Sie seien vor ein paar Jahren hierher gezogen. Überdies kann die Gründerin der Schule perfekt Deutsch sprechen, die ich auf gut über achtzig Jahre schätze. Sie kommt hier noch regelmäßig vorbei, um die Katzen zu füttern. Bekommt aber von den Angestellten der Schule nicht sehr viel Aufmerksamkeit – find ich schade. Und noch zahlreiche andere Leute können hier ziemlich gut deutsch sprechen…
Und was mein Spanisch macht ? Ist auf dem Weg der Besserung: Step by Step !
Was hier noch zu Wort gebracht werden möchte sind:
Die ersten Eindrücke in der Innenstadt + Esskultur an einer Fressbude
( Referat über Buenos Aires in der 11. Klasse)
· Das Nachtleben im Allgemeinen (Disco & die Möglichkeit des Einschlafens)
· Wie ich hier mit Joggen im „freien“ Straßenverkehr fit bleiben kann
· Die ersten Tage am Bett gefesselt – nur wegen einem Schluck Leitungswasser?
J
Hallo mein Bruder =) nach einer Woche ohne Internet bin ich wiededr dabei. Habe gesehen dass ich noch beim großen hübschen Auflaufofen hängen geblieben bin. Morgen schreibe ich dir mal wieder ein bisschen mehr, im Moment bin ich ziemlich müde. Und lernen soll ich auch noch...
AntwortenLöschenAuflauf ist in Marburg in kleinen Cafés übrigens das beliebteste Essen auf der Speisekarte =)
Raffael
Lieber Samuel,
AntwortenLöschenschön von dir zu lesen und zu hören. Ich wünsche dir weiterhin viele gute Eindrücke und liebe Menschen um dich herum.
Freue mich auf deine weiteren Berichte.
Grüßchen von deiner Mama